Wir Menschen sind gut ausgestattet mit unseren Sinnen. Es liegt an uns, wie wir sie einsetzen: vertrauen wir unserer Wahrnehmung oder lassen wir uns von anderen Einflüssen leiten?
Gerade in Zeiten der vielen Falschnachrichten und dem Voranschreiten der Künstlichen Intelligenz ist es besonders wichtig, sich damit auseinanderzusetzen.
Die Menschheit wird diesbezüglich mit enormen Herausforderungen konfrontiert. In meinem Beitrag hier möchte ich mich damit befassen, was jeder Einzelne für sich tun kann.
Manipulationen sind Teil unseres Lebens
Wir waren schon immer manipulativen Einflüssen ausgesetzt. Mit Hilfe der modernen Technik werden die Methoden aber immer ausgefeilter und perfider. Es wird unser Vertrauen missbraucht, Dinge werden verdreht, es wird Verwirrung erzeugt – und das in hoher Geschwindigkeit, um unsere Fähigkeit einzuschränken, das Spiel zu durchschauen.
Wer denkt, das passiert mir nicht, hat oft schon verloren. Besser ist es, sich seine eigenen Schwächen einzugestehen und sich für eine gute Entscheidung so viel Zeit zu nehmen, wie man braucht.
Die Künstliche Intelligenz hat hier noch einmal mehr ein Tor für Manipulationen geöffnet. Vor allem im Internet breiten sich kriminelle Machenschaften rapide aus. Es wird auf die Belange einzelner Personengruppen abgezielt, es werden Bilder und Videos von bekannten Persönlichkeiten verändert und mit falschen Texten unterlegt, es werden Fakten verdreht oder geleugnet und vieles mehr.
Gefahren kennen und leichter meistern
In der heutigen, schnelllebigen Zeit ist es wichtiger denn je, sich immer wieder damit auseinanderzusetzen. Wer die Gefahren kennt, kann sie leichter einschätzen und besser damit umgehen.
Gerade für ältere Menschen ist das manchmal nicht so leicht, sie sind in einem ganz anderen Kontext aufgewachsen und müssen jetzt damit zurecht kommen. Aber auch jüngere Generationen müssen permanent schauen, dass sie nicht den Anschluss verlieren.
Betrugsversuche durchschauen
Um Betrügereien und Fakenachrichten leichter zu durchschauen, sollten wir uns die Zeit nehmen, um in uns hinein zu horchen. Einige gängige Fallen sind:
- Die Situation zielt auf unser Mitleid ab
- Es geht um Versprechen, die fragwürdig sind, die in uns aber Hoffnung wecken sollen
- Die Nachricht ist bewusst auf Neugierde oder Sensationslust ausgerichtet
- Es wird uns ein Schnäppchen suggeriert, das nur für kurze Zeit gilt.
Wenn obige Aussagen zutreffen, sollte man große Vorsicht walten lassen, sich gut informieren und wenn möglich, nocheinmal genau recherchieren.
Der Einfluss unserer Vergangenheit kann uns behindern
Jeder kennt vermutlich seine Schwächen und deshalb sollte er hier besonders große Sorgfalt walten lassen. Der Ursprung unserer Verhaltensweisen stammt sogar oft aus der Kindheit und hätte längst von einem verantwortungsvollen Verhalten eines Erwachsenen abgelöst werden sollen.
Wir können aber unsere alten Muster erforschen und wenn nötig, ganz bewusst, mit neuen ersetzen. Wenn wir also die neue Situation durchschauen und von den alten Verhaltensweisen befreien, können wir angemessen reagieren. Wir stärken dadurch unser Vertrauen in uns selbst.
Wir brauchen ein starkes Ego
Dann ist da oft noch die Stimme von unserem negativen Ego. Wie schon in meinem Artikel „Positiv denken – positiv sein“ erwähnt, müssen wir auf der Hut sein, um uns nicht von den eigenen inneren Schmeicheleien beeindrucken zu lassen, wie z.B.: Ich bin schlauer und habe alles im Griff – oder die andere Seite die sagt: Das durchschaust du sowieso nicht, oder es wird wie immer schief gehen…
Beides entspricht selten der Wahrheit, sondern ist oft ein Produkt unseres negativ gewordenen Egos, das uns nichts Gutes will und dadurch den negativen Kräften im Außen in die Hand spielt.
Wir brauchen ein starkes positives Ego, das mit der Außenwelt in einem aufrechten Kontakt steht. Wenn wir unser Selbstvertrauen, unseren Selbstwert und unser Selbstbewusstsein in uns stärken, lassen wir uns nicht so leicht von anderen ausnutzen oder übervorteilen.
Angst blockiert die Wahrnehmung
Je offener wir mit dem Neuen umgehen, umso mehr können wir dazulernen und umso sicherer können wir uns im Umgang damit fühlen.
Wenn wir uns der Angst hingeben, blockieren wir unsere natürliche Wahrnehmung. Vorsicht walten zu lassen ist absolut richtig und wichtig, sich aber in eine Angst hineinzusteigern, lähmt uns und kann zu falschen Entscheidungen führen.
Unsere Wahrnehmung stärken
Wir sind all den neuen Verführungen nicht schutzlos ausgeliefert. Aus meiner Sicht ist das wichtigste Instrument, das uns zur Verfügung steht, eine gute Wahrnehmung, gepaart mit Vertrauen in unsere eigenen Fähigkeiten.
Wir können ein Gefühl dafür entwickeln zu spüren, was die Botschaft dahinter ist: Ist es ein integres Angebot oder ist es nur eine leere Versprechung, die aber Druck auf uns ausüben soll? Ist es stimmig oder erzeugt es ein mulmiges Gefühl in uns, oder ist einfach nur unser Mut gefragt?
Wenn wir ein gutes „Bauchgefühl“ haben, sollten wir darauf vertrauen, der erste Impuls ist meistens der richtige. Wir können unserer Intuition folgen, anstatt uns von falschen Einflüssen leiten zu lassen.
Wir Menschen sind einzigartig
Wir Menschen sind einzigartig im Universum. Die künstliche Intelligenz wird nie die Lebendigkeit und das Bewusstsein eines Menschen, mit all seinen Erfahrungen, erreichen oder ersetzen können.
Genauso wenig wird sie in das Mystische und Magische unserer Seele eintauchen. Sie wird weder Zugang zur geistigen Welt finden, noch das Göttliche, das Heilige in allem erkennen können.
Es wird immer die Menschlichkeit fehlen. Dazu zählen vor allem unsere wunderbaren Eigenschaften wie Liebe, Vergebung, Mitgefühl, Gnade und Barmherzigkeit.
Vertrauen in die Zukunft
Wir können und dürfen die Entwicklung nicht aufhalten, sie ist Teil des Menschseins. Es werden sicherlich immer wieder Fehler passieren, wir können aber mehr und mehr lernen, die entstandenen Möglichkeiten für uns zu nutzen.
Wenn wir darauf vertrauen, dass die neuen Errungenschaften dazu da sind, der Menschheit zu dienen, stärken wir eine positive Entwicklung.
Wo wir unsere Energie hingeben, das wächst! Jeder schafft mit seinen Gedanken und Taten seine eigene Welt und hat dadurch auch Einfluss auf sein Umfeld und weit darüber hinaus.