Lebensfreude ist ein Gefühl, aber auch ein innerer Zustand. Je mehr wir die Freude heraus sprudeln lassen, umso mehr fließt nach, wie ein unerschöpflicher Brunnen.

Wir leben hier auf der Erde und dürfen aus der Fülle der unendlichen Möglichkeiten, die für uns bereit stehen, großzügig nehmen und uns daran erfreuen. Es macht aber auch genauso viel Freude, allen Wesen, der Natur und der Erde selbst etwas davon zurückzugeben, indem wir gut für sie sorgen, sie achtsam behandeln und ihre Geschenke dankbar wertschätzen.

Warum spüren wir die Lebensfreude oft nicht?

Wir tragen dieses Gefühl der Lebensfreude in uns. Es ist aber immer ein auf und ab, wie bei einer Achterbahn. Es gibt Hürden zu überwinden, Rückschläge zu verarbeiten, Verletzungen zu bewältigen und vieles mehr.

Dafür ist dann unsere Freude umso größer, wenn wir sie wieder spüren können. Denn wenn wir wissen, wie es sich anfühlt, wenn wir sie nicht haben, können wir sie noch viel mehr wertschätzen, wenn sie wieder da ist.

Äußere Einflüsse

Auch die Ereignisse auf der ganzen Welt können uns stark beeinflussen und traurig oder wütend machen. Es ist aber niemandem gedient, wenn wir darunter leiden oder uns hineinsteigern und unseren Fokus auf schlechte Nachrichten lenken, andere beschuldigen oder schlechte Stimmung verbreiten.

Trotzdem sollten wir nicht die Augen vor den Ereignissen verschließen, sondern uns damit auseinandersetzen, um in unseren Herzen ein echtes Mitgefühl zu entwickeln, das uns in ein positives Gefühl heben kann. Wir sind dann auch in der Lage, manches besser zu verstehen und diejenigen leichter zu akzeptieren, die einen uns unverständlichen Weg eingeschlagen haben.

Wenn die Lebensfreude scheinbar ganz verloren gegangen ist

Manche Ereignisse können so intensiv sein, dass wir die Hoffnung verloren haben, dass wir jemals wieder Freude empfinden können. Unser Herz wird schwer und wir werden anfälliger für Krankheiten.

Manch einer versucht dann durch äußere Aktivitäten nicht spüren zu müssen, was in seinem Inneren los ist. Dies bringt etwas Erleichterung, aber man wird dadurch oft zu immer mehr Aktivität getrieben.

Andere ziehen sich zurück, um nicht ständig im Außen damit konfrontiert zu werden. Das ist wichtig, wenn man sich mit dem Problem auseinandersetzt. Wenn man den Rückzug aber auf Dauer dafür nutzt, sich der Ursache zu verschließen, kann es immer mehr die Freude am eigenen Leben betäuben und uns hart machen. Wir können sogar einen regelrechten Panzer um uns herum entwickeln und uns selber von einem freudvollen Leben wegsperren.

Wie komme ich aus dieser Abwärtsspirale wieder heraus?

Irgendwann sollte der Punkt erreicht sein, an dem man bereit ist, wieder nach vorne zu schauen, um sich vielleicht sogar ganz neu auszurichten. Hier ein paar Fragen, die man sich selbst stellen kann, um seine eigene, innere Wahrheit zu erforschen und um die Türen für eine positive Veränderung zu öffnen:

  • Was ist gut in meinem Leben? Kann ich es wertschätzen oder denke ich sofort: ja aber…?
  • Was macht mir wirklich Freude, was bereitet mir innere Befriedigung?
  • Fühlt sich mein eingeschlagener Weg richtig an, oder engt er mich ein?

Ich kann meinen Blickwinkel verändern und die alten, eingeschliffenen Wege verlassen, um Stück für Stück aus dem Selbstmitleid heraus zu wachsen und um mich mehr und mehr auf die helle Seite des Lebens zu fokussieren.

Ich kann mit den gegebenen Umständen Frieden schließen und mich dem hingeben, was nicht zu ändern ist. Gleichzeitig kann ich mein Leben wieder aktiv gestalten, das heißt, ich fühle mich den Gegebenheiten nicht mehr ausgeliefert, sondern kann, statt nur noch darauf zu reagieren, wieder agieren.

Freude ist die Würze des Lebens

Wenn wir die schönen Dinge und Ereignissee nicht nur als Selbstverständlichkeit erwarten, sondern auch als Geschenk dankbar annehmen können, sensibilisieren wir unsere Wahrnehmung für die großen und die kleinen Dinge. Wir sind empfänglich für neue Ideen und entdecken immer mehr, was uns Freude bereitet. Dies kann zu einem dauerhaften Grundgefühl voller Lebensfreude werden, auf das wir jederzeit zurückgreifen können.

Die Freude in uns wartet darauf, gelebt zu werden. Wir dürfen alles auskosten was uns Spaß macht, ohne anderen zu schaden. Wir dürfen uns auf unser Gespür, auf unsere Intuition verlassen und darauf vertrauen, dass wir nicht alles kontrollieren müssen.

Wir können unser Leben so nehmen wie es ist und unsere Vorstellung loslassen, wie es sein sollte. Wir müssen nicht perfekt sein, wir dürfen unserer inneren Führung vertrauen.

Was ich austrahle kommt zu mir zurück

Es wird nach wie vor Menschen geben, die den Weg der Freude, aus ihren persönlichen Umständen heraus, nicht gehen wollen oder können. Umso wichtiger ist es für all die anderen, sich immer wieder daran zu erinnern, dass wir neben all den Unwägbarkeiten ein zufriedenes und fröhliches Leben führen dürfen und sollen.

Wenn wir also aus innerer Lebensfreude heraus fröhlich sein können, wird in der Regel auch eine angenehme Resonanz zurückkommen. Das alte Sprichwort: „So wie ich in den Wald hineinrufe, so hallt es zurück“ hat schon immer gestimmt. Aber es geht nicht nur um die Worte, sondern vor allem um die gesamte Energie, die wir in uns tragen und ausstrahlen.

Die Lebensfreude ist ein Segen

Die Lebensfreude hebt uns in eine andere Dimension unseres Denkens und Fühlens. Unser Horizont erweitert sich – was uns für ungeahnte Perspektiven und Lösungen öffnen kann.

Wir fühlen uns gesegnet und wir sind ein Segen für unser Umfeld und weit darüber hinaus.