Jeder Mensch sehnt sich nach Liebe, sie ist das größte Geschenk an die Menschheit. Wir sind bestrebt, sie immer weiter zu vermehren und zu vertiefen. Der Schlüssel dazu ist, sein Herz zu öffnen, für sich selber und für andere.
Die Liebe ist eine Emotion und ein Energiefluss, sie übt einen starken Einfluss auf unser Glück und unseren Erfolg aus. Sie ist aber auch der Ausdruck unseres tiefsten Inneren, unseres Mitgefühls und unserer Integrität. Je mehr wir sie erforschen, umso mehr kann sie wachsen.
Um die Liebe dreht sich alles, sie ist allgegenwärtig.
Die Liebe hat manchmal Schaden erlitten
Die Liebe ist unsichtbar, nicht greifbar und trotzdem verbindet sie alles miteinander, sie heilt, stärkt und bringt Hoffnung. Wir haben aber nicht versagt, wenn wir sie nicht so tief spüren können, wie wir es uns wünschen.
Viele denken hier zuerst, dass andere mehr Liebe bräuchten, dabei sind wir es selber, die diese Sehnsucht in uns tragen. Durch verschiedene Erfahrungen kann es sein, dass wir glauben, dass wir es nicht wert sind oder es nicht verdienen, mehr Liebe zu bekommen oder wir haben ein schlechtes Gewissen und denken sogar, dass Gott uns nicht mehr liebt. Dies kann dazu führen, dass wir uns einreden, dass uns nicht mehr Liebe zusteht oder es für uns nicht mehr gibt.
Wir sind geprägt von früheren Erfahrungen, und selbst unser Umfeld und unsere Herkunft üben einen gewissen Einfluss auf unsere Art zu lieben aus.
Als Kind haben wir gesehen und gespürt, wie unsere Eltern und andere Erwachsene miteinander umgingen und haben daraus gefolgert, das wäre die Art und Weise zu lieben. Vielleicht wurden wir aber auch konkret durch Liebesentzug manipuliert oder bestraft, oder wir konnten den Verlust eines geliebten Menschen nicht verarbeiten und haben dann die Kraft unserer Liebesfähigkeit gedrosselt, um diesen Schmerz nicht mehr spüren zu müssen.
Aus Angst vor weiteren Verletzungen, haben wir unsere „Herzenstür“ ein Stück weit zugemacht, was uns viel Kraft kostet, denn das Herz will offen sein, um das Leben erfahren zu können, es verbindet unsere innere und äußere Realität.
Selbstliebe
Besonders die Liebe zu uns selbst hat großen Schaden erlitten. Deshalb ist die Selbstliebe vielleicht unsere größte Herausforderung, sie ist aber auch unsere größte Chance. Sie ist die Voraussetzung, unsere Liebe ausdrücken zu können, sie ist das Tor zur Liebe zu anderen Menschen, zur Natur und zu einem erfüllten Leben.
Dies bedeutet vor allem, dass wir gut mit uns selber umgehen und auf unsere Bedürfnisse achten sollten. Wir haben das Recht, anderen Grenzen zu setzen, aber ohne sie zu manipulieren oder ihnen Schaden zufügen zu wollen. Wir dürfen unsere Bedürfnisse kundtun, ohne Schuldgefühle haben zu müssen, ohne Angst zu haben, abgelehnt zu werden oder als böse zu gelten. Das ist aber kein Freibrief, egoistisch zu sein oder auf unser negatives Ego zu hören.
Selbstliebe heißt aber auch, dass wir nicht perfekt sein müssen oder können, und dass wir uns selber für gemachte Fehler nicht verurteilen sollten, sondern uns dafür vergeben können. Durch diese Erfahrungen gehen wir wieder einen Schritt weiter in unserem Wachstumsprozess.
Selbstliebe ist so wichtig, weil sie Teil unserer Ausstrahlung ist und unser Gegenüber darauf reagiert. Wir werden dann oft so behandelt, wie wir uns selber behandeln!
Die Eltern-Kind Liebe
Der erste Blick eines neugeborenen Kindes in die Augen der Mutter kann ein Band der Liebe und des Urvertrauens knüpfen. Wenn dies aus den verschiedensten Gründen nicht möglich ist, muss man es sich im Laufe der Jahre erst erarbeiten.
Ein kleines Kind, geborgen in seiner Reinheit und Unschuld, braucht und erwartet von seinen Eltern Aufmerksamkeit und Liebe, in jeglicher Form. Dies ermöglicht die Entwicklung von Selbstwert und Selbstliebe, bis hin zu einem gesunden Selbstbewusstsein.
Die Liebe, die uns Kinder zurückgeben, ist frei von Vorurteilen und Wertevorstellungen, sie fließt wie aus einem nie versiegenden Brunnen. Es ist ein großes Geschenk, wenn wir uns daran erfreuen können.
Die Liebe in der Partnerschaft
Sich zu verlieben ist ein wunderbares Gefühl, das sich im ganzen Körper ausbreitet, wir spüren „Schmetterlinge im Bauch“ und alles um uns herum scheint einen magischen Schimmer zu haben. Wir schweben im „siebten Himmel“.
Die Liebe ist aber nicht konstant, sondern wie Ebbe und Flut. Niemand kann dauerhaft gleich intensiv lieben. Es ist ein einatmen und ausatmen, das die Beziehung lebendig erhält. Dies bedarf auch einer gewissen Verantwortung.
Die Liebe dauerhaft erhalten zu können und weiter zu vertiefen, ist eine permanente Herausforderung. Es ist ein gemeinsamer Weg des inneren Wachstums, es ist ein Ausloten der sich verändernden Bedürfnisse und die Bereitschaft, Kompromisse einzugehen.
Der wichtigste Punkt dabei ist vermutlich, ehrlich zueinander zu sein, Dinge schonungslos anzusprechen, ohne Vorwurf und Verurteilung, aber mit einer inneren Aufrichtigkeit, die uns befähigt, eine echte, fruchtbare Auseinandersetzung zu führen. Um zu wachsen, muss man Dinge hinterfragen und verändern dürfen. Dabei ist es wichtig zu akzeptieren, dass der Weg zu neuen Erkenntnisse nicht immer geradlinig ist, sondern durchaus auch fehlerhaft sein kann. Dies muss man auch seinem Partner zugestehen, so kann Intimität und ein tiefes, gegenseitiges Vertrauen entstehen.
Die Liebe zur gesamten Schöpfung
Wir Menschen sind eingebettet in eine Vielzahl von Einflüssen, die es uns oft schwer machen, unser Herz offen zu halten. Die Liebe ist ja immer da. Wenn wir sie aufgrund der äußeren Umstände wegschieben oder verleugnen, widersetzen wir uns auch unserem eigenen Mitgefühl, unserer Barmherzigkeit und unserer Nächstenliebe gegenüber anderen Menschen, der Natur und dem gesamten Universum.
Unser Herz wird traurig. Dies kann zu Schwermut führen, kann unseren Körper schwächen oder krank machen, bis hin zum Verlust jeglicher Lebensfreude. Hans Christian Andersen beschreibt dies eindrücklich in seiner Geschichte: „Die Chinesische Nachtigall“.
Die Liebe bringt uns Menschen die Schöpfung näher, wir spüren die Schönheit und Magie, und vor allem das Mysterium des Lebens.
Die göttliche Liebe ist bedingungslos
Wir sind bedingungslos geliebt, egal was wir tun oder nicht tun. Diese göttliche Kraft, in der wir immer geliebt sind, mit all unseren Fehlern und ganz ohne Vorbehalte, können wir erforschen und lernen, sie immer tiefer zu spüren.
Unser Herz verbindet uns mit dieser unendlichen Liebe, mit diesem Strom der Güte und der Gnade. Wenn wir uns darauf einlassen können, sind wir, unabhängig von unseren äußeren Umständen, getragen von dieser starken Kraft der universellen, unerschöpflichen Liebe.
Die Magie der Liebe zu uns selbst, zu allen Menschen und der gesamten Schöpfung öffnet unseren inneren Brunnen der Barmherzigkeit und des Mitgefühls. Wir sind mit unserer Seele und unserem Geist verbunden, wir kommen bei uns selber an und erfahren unsere innere Heiligkeit.