Kurzentschlossen möchte ich ein kleines Statement, zu den Stichwahlen in den bayerischen Kommunen vom letzten Sonntag, abgeben.
Zuerst möchte ich allen Kandidaten meine Hochachtung aussprechen, dass sie bereit waren, sich für eines der Ämter zur Verfügung zu stellen und sich dadurch der Öffentlichkeit auszusetzen. Dies ist in der heutigen Zeit der vielen Anfeindungen, nicht immer einfach. Der Wahlkampf ist aber in der Regel fair abgelaufen und so hoffe ich, dass sich auch keine Schadenfreude breit macht, denen gegenüber, die abgewählt wurden.
Es waren diesmal sehr viele Stichwahlen notwendig und es gab dabei einige Überraschungen bei den Ergebnissen. Es ist also mehr in Bewegung gewesen, als bei früheren Wahlen.
Mein Eindruck ist, dass sich ein großer Teil der Wählerschaft mehr denn je bewusst war, dass eine allgemeine Veränderung eingeläutet werden sollte. Was sehr bezeichnend dafür ist, ist die Tatsache, dass der bestehende Amtsbonus oft außer Kraft gesetzt wurde. Gewählt wurden überwiegend diejenigen, die für Fortschritt und Neuorientierung stehen, denen man am ehesten zutraut, in unserer schnelllebigen Zeit, die neuen Herausforderungen in der Kommune am besten bewältigen zu können.
Aber nicht immer hat sich die Mehrheit der Wählerschaft für einen Umbruch entschieden. Manche lang gediente Amtsinhaber haben eine weitere Chance bekommen umzudenken und veraltete, verkrustete Strukturen aufzubrechen.
Jetzt sind alle gewählten Kommunalvertreter gefordert ihr Bestes zu geben, ungeachtet ihrer Parteizugehörigkeit. Es geht um eine Zusammenarbeit zum Wohle der Allgemeinheit, nicht um eine Profilierung eines Einzelnen. Eigentlich sollte das selbstverständlich sein!
Ich wünsche allen neuen und alten Mandatsträgern einen guten Start in die kommende Amtszeit, dass sie sich mit viel Freude und Engagement, sowie mit Authentizität und Wahrhaftigkeit einbringen können.
Ich vertraue darauf, dass sie sich bei größeren Vorhaben intensiv mit den anstehenden Aufgaben auseinandersetzen, diese jeweils aus mehreren Blickwinkeln heraus betrachten und daraus folgernd weise Entscheidungen treffen. Es bedarf auch Mut und einer größeren Weitsicht, um eine positive Weichenstellung einzuleiten, auf die auch spätere Generationen noch aufbauen können.
Ich sehe in dieser Entwicklung auch einen Transformationsprozess der Demokratie, der sich wohl nicht mehr aufhalten lässt. Meine Vision ist, dass er sich auf allen Ebenen rasch ausweitet und letztendlich die gesamte Welt positiv verändert, hin zu mehr Gerechtigkeit, Chancengleichheit und Integrität.